Mit dem Wunsch nach Einheit von Bibelforschung und Tradition veröffentlichte die Bischofssynode ihre Schlussbotschaft am 24. Oktober. Die von Erzbischof Gianfranco Ravasi verfasste „Botschaft an das Volk Gottes steht im Einklang mit den unveröffentlichten Bemerkungen von Papst Benedikt XVI. zu Beginn der Synode. Die Botschaft bekräftigt nämlich, dass ein historisches Verständnis der Heiligen Schrift, Zitat, „untrennbar mit der geistlichen und theologischen Tradition verwoben sein muss. Gleichzeitig kritisieren die Bischöfe den Fundamentalismus, der die literarischen Formen und den historischen Kontext der Bibel nicht beachtet, die den menschlichen Charakter der Bibel ausmachen. Erzbischof Gianfranco Ravasi ,Vorsitzender der Botschaftskommission: „Christentum wird oft gleichgesetzt mit einer Buchreligion. Aber das ist ganz und gar nicht richtig. Obwohl es stimmt, dass die Grundlage die Bibel ist was uns von den Muslimen unterscheidet, die das Buch, den Koran, als Herz erachten das Christentum hat als Mittelpunkt eine Person, das Wort Gottes wurde Fleisch. Die Botschaft wurde von den Synodenvätern mehr gutgeheißen als durch eine Wahl bestätigt, was eine Änderung im Protokoll darstellt. Alle bedeutenden Themen der letzten 3 Wochen kommen darin vor, und so ist der Text länger als frühere Synodenbotschaften. Enthalten ist auch eine Erklärung der lectio divina, der Praxis eines geisterfüllten Lesens und Hörens der Heiligen Schrift. „Derjenige, der die Bibel gehört hat, soll …
Kardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, stellt fest, dass die Bischofssynode die ökumenischen Beziehungen bereits deutlich gestärkt hat. „Unsere hier anwesenden evangelischen Brüder sind sehr beeindruckt davon, welchen Stellenwert wir der Bibel und ihrer Lektüre geben. Aber auch unsere orthodoxen Brüder sind beeindruckt von der Synode, dieser gemeinsamen Arbeitsweise, weil so auch die Orthodoxe Kirche funktioniert. Am Samstag werden Papst Benedikt XVI. und Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel gemeinsam die Vesper leiten. Es ist das erste Mal, dass ein Nicht-Katholik einen liturgischen Dienst während der Synode leitet. Weiters bemerkenswert ist die Anwesenheit von Archibald Miller Milloy, dem Generalsekretär der Vereinigten Bibelgesellschaften, mit welchem der Kardinal am Dienstag eine Zusammenarbeit bei der Übersetzung und Verbreitung der Bibel bekanntgab. „Jeder ökumenische Dialog muss auf der Grundlage der Bibel basieren. Wegen der Bibel sind wir geteilt. Daher sollen wir uns aufgrund der Bibel wieder versöhnen. Bei der Synode diskutierten die Bischöfe die Praxis der lectio divina in katholischen Gemeinden. Kardinal Kasper meint, sie sei auch für ökumenische Treffen geeignet. „Es ist ein geistliches Lesen der Bibel. Das sollte das Herz der Ökumene sein: gemeinsam lesen, begleitet von Gebet, die Heilige Schrift und ein gemeinsames Verständnis von Jesus Christus finden, Gott begegnen und ich glaube, das ist das …
Nach Meinung von Kardinal Marc Ouellet hat die Bischofssynode und damit die Kirche, Zitat: „die Bibel als Buch von allen für alle wiederentdeckt . Das ist die Schlussfolgerung des Generalrelators der Synode bei der Übergabe der 55 Vorschläge an Papst Benedikt XVI. Der Kardinal dankte dem Papst für die Freigabe der inoffiziellen Übersetzung der sonst privaten Empfehlungen. Die Bischöfe genehmigten alle 55 Vorschläge, deren Inhalt die Themen der dreiwöchigen Versammlung waren, wie die Bibelforschung, die Praxis der geistlichen Bibellesung, genannt lectio divina und Bibelübersetzungen. Auch erwähnenswert ist die Befürwortung eines offiziellen „Lektorenamtes für Frauen, um Frauen als Lektorinnen in der Liturgie zu fördern. „Die Kirche hat erneut ihr Fundament gefunden, das Wort Gottes”, erklärte der Kardinal und Erzbischof von Quebec City. Mit leichtem Zittern in der Stimme und voller Emotion verglich Kardinal Quellet die Synode mit der biblischen Begegnung Jesu und seiner Anhänger auf dem Weg nach Emmaus. „Wir haben, glaube ich, dieselbe Erfahrung gemacht wie die Jünger. Da wurde uns etwas geschenkt. ” Erzbischof Laurent Monsengwo aus Kinshasa, Kongo war auch bei der Pressekonferenz anwesend. Der Generalsekretär der Synode unterstrich die Einheit der Bischöfe, und bemerkte, Zitat, „Der Heilige Vater kann sich in seinem nachsynodalen Schreiben auf diesen allgemeinen Konsens beziehen.” Video Bewertung: 5 / 5
The beginning of St John’s Gospel, commented on by Erasmus of Rotterdam. Singing this as a Gregorian Chant ‘lectio’ is unusual. It refers to an ancient habit of singing comments from Church Fathers like Augustinus. Singing from Erasmus’ texts is probably very unhistorical – but not less interesting… Chant group Psallentes has done things like this on several occasions. This one is from the cd Etienne de Liège: In festo sanctissimae Trinitatis, Ricercar 249. The singer is Hendrik Vanden Abeele. Listen to other fragments of the Erasmus-text on cd. The video addendum shows all Psallentes-members except Pieter Coene and Hendrik Vanden Abeele getting ready for a photoshoot in Antwerp, Carolus Borromeus church. www.psallentes.be discs available at www.ricercar.be Lectio sancti Evangelii secundum Joannem In principio erat sermo, et sermo erat apud deum, et deus erat ille sermo. Et reliqua. In evangelium Joannis paraphrasis per Desiderium Erasmum Roterodamum. Natura divina quoniam in immensum superat imbecillitatem humani ingenii, (quamlibet alioqui felicis ac perspicacis) nec sensibus nostris, ut est, potest percipi, nec animo concipi, nec imaginatione fingi, nec verbis explicari. Quanquam autem in rebus conditis vestigia quaedam sublucent divinae potentiae, sapientiae, ac bonitatis. Fit quidem ut similitudines ductae ab his rebus, quas utcunque sensibus ingenioque complectimur, adducant nos in tenuem aliquam, et umbraticam rerum incomprehensibilium cognitionem, ut eas veluti …
Wenn der Glaube zu Intellektualismus und die Bescheidenheit zu Arroganz werden, dann ist dies ein falsches Bild der wahren Kirche. So lautet die Botschaft des Papstes an die römischen Priesteramtskandidaten. Benedikt XVI. hat sie gestern Nachmittag im Römischen Priesterseminar „Seminario Romano maggiore besucht anlässlich des Festtages der Muttergottes der Zuversicht. Benedikt XVI. hielt eine lectio divina und hielt dabei eine freie Rede. Ausgangspunkt seiner Überlegungen war eine Passage aus dem Brief an die Galater. Wahre Freiheit bestehe darin, im Dienst an den Nächsten einzustehen. Denn die Menschen seien Wesen, die in einer Beziehung zu ihrem Schöpfer stehen. Das römische Priesterseminar wurde 1 … Video Bewertung: 0 / 5
Im Apostolischen Palast des Vatikans empfing Papst Benedikt XVI. heute die Pfarrer und Priester der Diözese Roms zu der traditionellen Audienz am Beginn der Fastenzeit. Das Treffen fand in der Form einer„Lectio Divina statt. Der Priester, so erklärte der Papst, indem er einen Abschnitt aus dem Hebräerbriefes auslegte, muss wahrhaft Mensch sein, um seine Aufgabe erfüllen zu können, Brücke zwischen dem Menschen und Gott zu werden. Gleichzeitig bedarf es einer göttlichen Institution, die ihm dabei hilft. Die Kirche führt dazu, mit Christus und den priesterlichen Sakramenten an der Gemeinschaft der Jünger und am Geheimnis Christi teilzunehmen. Benedikt XVI. unterstrich des Weiteren, dass der Pries …
Verbum Domini ist der Titel des apostolischen Schreibens, welches heute im Pressebüro des Heiligen Stuhls vorgelegt wurde und den Inhalt der Synode über das Wort Gottes des Jahres 2008 im Vatikan enthält. In dem langen und tiefgehenden Text erinnert Benedikt XVI. an die zentrale Stellung und Bedeutung der Bibel in der Kultur von gestern und heute. Mit Blick auf das Leben der Kirche, die Liturgie und die Bildung von Erwachsenen und Kindern sind im apostolischen Schreiben die verschiedenen Indikationen gesammelt, die aus der Bischofssynode hervorgingen. Es lädt dazu ein, die persönliche Lektüre und Meditation zu fördern, sie anhand des Magisteriums zu prüfen und die Lectio Divina zu fördern, damit di …